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Archive for the ‘Datenschutz’ Category

In der “Acceptable Use Policy von ICQ heißt es wörtlich:

You agree that by posting any material or information anywhere on the ICQ Services and Information you surrender your copyright and any other proprietary right in the posted material or information. You further agree that ICQ Inc. is entitled to use at its own discretion any of the posted material or information in any manner it deems fit, including, but not limited to, publishing the material or distributing it.

Das bedeutet zum einen, dass sämtliche Copyright Ansprüche z.B. an (selbsterstellten) Liedtexten, Programmcode, Bildern, Gedichten etc. an ICQ abgetreten werden. Zum anderen wird das Recht auf Veröffentlichung eingeräumt. Da könnte es dann passieren, dass der eigentlich private Chat mit der Freundin dann auf der ICQ Homepage z.B. zu Werbezwecken veröffentlicht wird.

Auch bei AOL sind ähnliche Spielereien mit dem Copyright bekannt. Nach massivem Druck aus der Internet-Community wurde allerdings eine Klarstellung veröffentlicht. So tritt man das Copyright nicht im privaten Chat, sondern nur in öffentlichen Foren und ähnlichem ab. Nachzulesen in diesem guten Beitrag auf fscklog.

Nach einiger Recherche konnte ich keine Fälle finden, die wirklich von einem Missbrauch dieser Rechte berichteten. Weiterhin ist es zweifelhaft, ob solche Klauseln nach deutschem Recht überhaupt eine Chance hätten.

Allerdings reichen mir diese Copyright-Verdrehereien um mein Misstrauen gegen kommerzielle Anbieter zu vergrößern. Zumal wirklich nur im Kleingedruckten darauf hingwiesen wird als ob man es verheimlichen wollte. Gegenmittel wären das Verschlüsseln der Nachrichten (hier muss allerdings der Gesprächspartner auch mitmachen) oder die Verwendung einer freien Alternative wie Jabber. Wer wechseln möchte, findet in der Wikipedia und in diesem Artikel auf mynethome einen guten Einstieg. Technisch ist Jabber übrigens auch um einiges weiter als z.B. ICQ. So gehört Verschlüsselung zum Standard und die Kommunikation mit anderen IM Netzen stellt auch kein Problem dar.

Tante Lore könnt ihr übrigens unter takel@jabber.org takel@jabber.ccc.de erreichen, falls ihr nach der Neuanmeldung bei Jabber einen Gesprächspartner sucht 😉 .

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Egal ob beim Chatten oder Surfen, die eigene IP ist immer sichtbar. Das wird dann ausgenutzt um schon mal den neuesten Portscanner an der über ICQ ermittelten IP auszuprobieren oder gezielt Werbung anhand des eigenen geografischen Standortes einzusetzen (Wer nicht glaubt, dass das geht und was sonst noch möglich ist: Hirnbrauser).

Da Tante Lore das ganz gewaltig stört, setzt sie schon seit einiger Zeit mit sehr gutem Erfolg den Onion-Router TOR ein. Dieses Programm gibts für alle Plattformen und ist schnell eingerichtet. Für (Gentoo-)Linux hier ein gutes How To.

Onion-Routing basiert auf dem Konzept, einen zufällig generierten Weg über mehrere Router zum Ziel zu nehmen, wobei die einzelnen Router jeweils nur die für sie bestimmte Schale des Datenpakets lesen können. Das Paket wird wie eine Zwiebel zu seinem Ziel ausgepackt. Daher der Name.
Onion-Routing

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